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Die Arroganz der Kälte.
Das ironische Lächeln

von intellektueller Stärke.

Den Fels, den Schiefer, die Rinne
sehen. Nicht rückwärts sehen,
sondern weit vorwärts sehen,
das Adrinalin, Glück. Dopamin.

Hei, was? Wir reden hier nicht
vom Ballast erziehungstheoretischer
Annäherungsversuche an Realität.

Vom Standhalten der Gewitter
im Gebirge. Ganz klein gemacht.
Seile gekappen und Ruckssäcke.
Extragierig das Gipfelkreuz im Blick.

Handlungsanweisung aufgegeschrieben:
Das Auslassen angestauter Energie
mittels Überdruck entleert Speicher

radikal, rückstandslos, komplett.

Subversion als Antwort
proviantlosen Gehens.

Bei Sonnenuntergang der Erinnerung
schwärzt der Schatten diese alte Welt.
Dunkelheit im Rücken. Hart am Puls.
Jeder Widerstand lässt sich messen.

Die Kerze vom Opferstock,
das Wachs weich erhitzt,
ins Ohr geträufelt. Verpropft.
Nie mehr das Echo von unten
hören, dort wo das Seil baumelt.

Das breite Grinsen.
Das berechnete Ergebnis

des rationalen Prinzips.

Es sind die eindrücklichen Sichtweisen
von Regentropfen
mit dieser einzigartig fokussierten Klarheit
im Mittelpunkt
— zwei davon exakt vor der jeweiligen Pupille platziert —
weswegen auch jedes noch so müde Auge
— augenblicklich automatisch —
die Iris aufreisst
und plötzlich viel heller sieht.

Transportieren wir diese Bild in etwas ganz Anderes
und lassen es Wurzeln schlagen
auf dem Hintergrund
wodurch die Trägerfläche
plötzlich ins Sichtfeld rutscht
— erste Ebene mit zweiter Ebene zu einer Ebene wird —
und genau in diesem Moment
ist diese eine Sekunde
Echtzeit Wahrheit.

Diese festzuhalten ist die wahre Kunst.

inbetween rooms
& reflex zones &

radical poisons!

send some same
songs of silence

retreat treatment

integral galaxy
pulses & beats

how honeyhouse

waiting halls of
on & off & so on

final stage transistor

love cat music
i tag ladyrosa
9gag cloud
hello tree sex

is life
this simple


meatballs
suck hot
pussy clouds
hell like

rose bear
sunshine hot
flight well
moose short
dude xxx

fog karma
owl office
ho wonderful
high hopeless

respect goat
tagcloud wishdom

generative
tremendous
visual yoyo

~   träsch // trashure island

Alles ist super.
Alles im Superlativ.

Super kennt
keine Steigerung?
Alles ist sie nicht?

Wir entscheiden uns
für alle Quantitäten.

Superlative sind alles.
Super super ist mehr.

Super super super ist
der Superlativ von Allem.


Weil Alles wieder nichts ist,
haben wir uns

für das Nichts entschieden.

Wenn Nichts nichts ist,
so ist es konsequenter,

Alles zum Nichts zu machen.

Heh sie, Entschuldigung. Haben Sie einen Moment Zeit? Haben Sie nicht? Ja, macht nichts, denn ich bin auch in Eile. Sie müssen gleich gehen? Das trifft sich gut. Ich gehe ein paar Schritte mit.

Was? Sie wollen ein Taxi nehmen? Kein Problem. Dann geht es ja noch schneller. Na denn: Auf Wiedersehen. Aber, warten Sie, bei dieser Energieknappheit heute? Da fahre ich am besten in ihrem Taxi mit. Gestatten Sie? Das spart Resourcen.

Aber andererseits, wenn ich’s mir recht überlege, wäre es noch besser, wenn wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren würden. Das kann man ja auch überall lesen.
Außer im ADAC-Mitgliedsmagazin vielleicht. (haha)

Na, Taxis um diese Uhrzeit? Das wird schwierig. Kommen sie, da vorne ist eine U-Bahn-Station. Wie? Sie haben keinen Fahrschein. Sie wollen doch lieber zu Fuß gehen? Und ich dachte, Sie haben keine Zeit. Dann kaufen Sie sich doch schnell noch einen. Der kostet auch nicht viel. Auf alle Fälle günstiger als Taxifahren. 

Was? Sie haben kein Kleingeld? Dann steigen Sie doch einfach so ein. Wegen den paar Stationen. Ich hatte in meinem ganzen Leben noch keinen Fahrschein. Deswegen hatte ich noch nie ein Problem. Wissen Sie, U-Bahn ist für mich ganz schrecklich. ich leide nämlich heftig an Klaustrophobie. Kennen Sie das? Schweißausbrüche, Herzrasen, Ohnmacht. Daran sind schon viele Menschen gestorben. Und an der frischen Luft ist es sowieso viel schöner.

Sagten Sie gerade, dass Sie jetzt doch U-Bahn fahren wollen? Ja? Warten Sie. Ich muß mich konzentrieren, bevor ich mit ihnen da runter gehe. Dauert nicht lange. Eine Minute vielleicht. Sie können nicht warten? Sie haben’s eilig? Termindruck? Zeitnot? Ja, dann muss ich Sie wohl gehen lassen.

 Jetzt ist er fort. Wenn ich mich beeile, schaffe ich sie noch. Schnell die Treppen runter. Ich höre schon das Pfeifen. Die U-Bahn kommt. Glück gehabt, gerade noch so. Im letzten Moment.

 Heh sie! Hallo. Da bin ich wieder. Beinahe hätte ich die U-Bahn verpasst. Was? Sie müssen gleich wieder aussteigen? Nicht jetzt. Warten sie einen Moment, bis ich ihn gefunden habe. Danke. Sehr freundlich von Ihnen. Ja, ich habe ihnen vorhin nur die halbe Wahrheit gesagt. Nein. Ich besitze nämlich einen, einen Ausweis. Sehen Sie, da ist er ja. Sogar mit einem Bild von mir drauf. 

 Wenn ich sie nun höflichst um ihren Fahrschein bitten dürfte: Fahrscheinkontrolle.

Träsch
Interstellare Intervall-Interferenz

Ich wollte nur noch

                    dachte ich

ein allerletztes Mal

   die Chance,

nein,

       die kommt nicht oft.

               Wir,

die wir einen Hauptgewinn
zur Gänze
bereits genossen hatten,

       haben wegen dieser

einen ersten
Erfahrung

der Unmöglichkeit 
          der Ewigkeit

beim zweiten Versuch im Hinterkopf,

     dass der erste,

damals war es das Größte,
  so unvorstellbar groß gewesen war.

      Das Größtvorstellbare.
        (Der zweite war genauso groß.)

Erlebt.

Vergeigt.
Und dann
in Tondokumente gegossen.

Verdammt noch mal, das zweite Mal muss besser werden.
Länger währen. Den Blick voraus und sehen, was hinter
dem Horizont kommt. Bloß keine Fehler machen, nie!
So dachte ich beim Glücklichsein
                                     und war trotz dieser Zwänge

                     einfach nur froh.

                  Oh fuck,

            aufgewacht und vor der Tür.

Geschreddert.

        Eine lebenslange Illusion verloren?
                 Und jetzt?

Jetzt steh ich

             (eins zwei)

             VOR DER DRITTEN!

träsch
Lehrstuhl fuer stereotype Rezeption
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